
Düsseldorf
Kunst auf antiken Rezepturblättern meines Urgroßvaters
Kunst aus der Apotheke
Diese Arbeiten sind etwas ganz Besonderes. Im Mittelpunkt stehen Apothekengefäße und Waagen. Viele dieser Objekte haben sich über Generationen hinweg in der Pelikan-Apotheke erhalten und wurden auf dem Dachboden aufbewahrt.
Dort entdeckte ich auch originale Laboraufzeichnungen und handschriftliche Rezepturen meines Urgroßvaters aus der Zeit um 1900 – wunderschöne Schriftstücke aus einer vergangenen pharmazeutischen Welt. Diese Rezepturblätter mit Rezepturen aus vergangener Zeit verwende ich als Bildträger für meine Aquarelle.
Gefäße und Waagen erscheinen in den Bildern als funktionale, sachliche Objekte. Sie verweisen auf Ordnung, Präzision und Verantwortung – Grundwerte der pharmazeutischen Arbeit, die über Generationen weitergegeben wurden.
Die Arbeiten beschäftigen sich mit dem Erbe dieser Apotheke und mit der Frage, wie und ob Wissen, Sorgfalt und Tradition im heutigen Apothekenalltag bewahrt werden können. Zugleich stellen sie die Frage, inwieweit sich der einst handwerklich geprägte Beruf zunehmend verändert hat und stärker in die Strukturen des Gesundheitssystems eingebunden ist.
Besonders berührt mich, dass in diesen Arbeiten die originale Handschrift meines Urgroßvaters mit meinen Aquarellen zusammentrifft.
Eine Verbindung in der Sprache der Kunst über vier Generationen.