
Düsseldorf
Der Pelikan – Chronik eines Kampfes / Teil 2
2. Der Pelikan - Die Geier kommen
Der Pelikan – Bilder eines Kampfes
Die Serie „Pelikan“ entstand aus einer existenziellen Erfahrung: dem Kampf um eine traditionsreiche Apotheke, die über Generationen hinweg geführt wurde und schließlich in einem komplexen Geflecht aus bürokratischen Strukturen und wirtschaftlichen Veränderungen scheiterte.
Der Pelikan – in der christlichen Symbolik ein Zeichen der Aufopferung – wird in diesen Bildern zur zentralen Figur eines Dramas. In einer expressionistischen Bildsprache erscheinen Geier, Geldsäcke, Flaschen, Akten und Schattenfiguren als Metaphern für Konkurrenz, Überforderung und strukturelle Macht.
Die Arbeiten sind keine dokumentarische Chronik, sondern eine subjektive künstlerische Verarbeitung eines langjährigen Konflikts. Sie verstehen Kunst als einen Raum, in dem Erfahrungen sichtbar werden können, die sich im Alltag oft nur schwer aussprechen lassen. Die Bilder erzählen von Verantwortung, Verlust und dem Versuch, nach einem tiefen Einschnitt im Leben einen neuen Anfang zu finden.
Im Zuge meines langen Kampfes um den „Pelikan“ entstanden vier Arbeiten, die persönliche Erfahrung, gesellschaftliche Beobachtung und Symbolik miteinander verbinden.
Teil 2: Der Pelikan – Die Geier kommen
Der Stadtteil Unterbilk in Düsseldorf entwickelte sich zunehmend zu einem attraktiven Standort. Mit dieser Entwicklung wuchs auch das Interesse größerer Apothekenstrukturen.
Über dem Pelikan sitzen in diesem Bild zwei Geier – Sinnbilder für wirtschaftliche Konkurrenz, für das Warten auf Chancen und für Verdrängungsprozesse, wie sie in vielen innerstädtischen Vierteln stattfinden.
Die kleine Apothekenlandschaft im Stadtteil hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Alle fünf der früheren kleineren Apotheken existieren heute nicht mehr.